Kopfläuse im Haar

Kopfläuse in den Haaren
Die Kopflaus ist die weltweit am verbreitetsten Art der Läuse. Sie befällt statistisch gesehen jeden Menschen einmal im Leben. Die Kopflaus hat den gleichen Körperaufbau und zeichnet sich zudem noch durch besonders ausgeprägte Klauen aus, mit Hilfe derer sich die Kopflaus an den Haaren festhalten kann. Hier wurde beobachtet, dass sie dazu nur die zwei vorderen Klauen benutzt und sich mit den restlichen Klauen an nahe gelegenen anderen Haaren festhält, damit sie nicht so leicht hinunter fallen kann.
Wie kann eine Kopflaus übertragen werden?
Hierzu gibt es keine einheitliche fachliche Meinung. Diverse Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass die Übertragung der Kopflaus von einem infizierten Menschen durch sehr engen Kopfkontakt mit einem nicht befallenden Menschen vonstatten geht. Die Ansteckung über Kopfkissen, Kämme oder Handtücher konnte bis heute nicht nachgewiesen werden. Die Gefahr besteht also theoretisch praktisch hat sie jedoch kaum Gewicht. Auch konnte kein Zusammenhang bei Kindern mit unterschiedlicher Hygiene nachgewiesen werden. Egal ob ein Kind sich jeden Tag die Haare wäscht oder nur alle drei Tage macht bei dem Infektionsrisiko keinen unterschied. Auch der weit verbreitete Glaube das der soziale Stand damit zusammen hängt ist ein Irrtum. Menschen mit Migrationshintergrund oder aus sozial schwachen Bereichen haben nicht häufiger Kopfläuse als alle anderen Menschen.
Tipp: Kopfläuse erkennen Sie am besten mit einem Nissenkamm (siehe Vergleich) und bekommen diese dann mit einem Läusemittel (siehe Vergleich) aus dem Haar!
Wie werden Kopfläuse erkannt?
Das Entdecken von Läusen ist meist gar nicht so einfach. Die sichersten Anzeichen sind häufiges Kratzen des Kopfes oder wenn eine Laus beim Kämmen aus den Haaren fällt. Trotzdem ist es nicht einfach, da in Ländern wie Deutschland und eigentlich allen westlichen Industrienationen in der Regel sich der Kopflausbefall auf durchschnittlich 10 Läuse beschränkt. Diese zu finden bzw. erstmal zu sehen ist doch eine schwierige Aufgabe. Ein weiteres Problem ist die Größe er Kopflaus. Da diese sehr klein ist und in den Stadien der juvenilen Entwicklung sogar noch schwerer zu sehen ist, können meistens nicht alle Kopfläuse bei dem ersten Suchen gefunden werden.
Ein Trick ist an den beliebten Stellen zu suchen. Läuse nisten sich in der Regel an Stellen am Kopf ein, wo die optimalen Bedingungen herrschen, also ungefähr 35 Grad und Feuchte. Diese Bedingungen finden sich hauptsächlich am Haaransatz hinter den Ohren und bei den Haaren im Nacken. Finden sich dort Kopfläuse an kann mit einem weiteren Trick gleich erkannt werden, ob noch Ansteckungsgefahr besteht. Werden nur weiße Hüllen gefunden ist der Embryo in der Hülle nicht lebensfähig und kann somit nicht schlüpfen und den Menschen befallen. Die entwicklungsfähigen Eier sind gräulich-bräunlich und sehr viel schwerer im Haar zu erkennen als die abgestorbenen Eier. Da Kopfläuse generell sehr klein sind sollte bei dem Verdacht der Infizierung immer ein Läusemittel benutzt werden. Hier bietet sich eine Lupe an, um wirklich auch die kleinen Nissen zu sehen. Zudem ist es ratsam die Haare nass zu machen und diese dann Strähne für Strähne zu durchsuchen, da bei nassen Haaren die Kopfläuse noch besser zu erkennen sind. Die alleinige Kontrolle durch bloßes durchstöbern der Haare hat meist zur Folge, dass der Befall nicht bemerkt wird oder bei schon bestehender Infektion nicht alle Läuse gefunden werden und somit andere Menschen weiterhin angesteckt werden können.



