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Behandlung von Kopfläusen

Behandlung von Kopfläusen

Behandlung von Kopfläusen

Ist trotz aller Vorsicht und all der präventiven Maßnahmen eine Laus entdeckt worden, können bestimmte Dinge unternommen werden, um dem Problem schnell Herr zu werden. Als erstes müssen jedoch die Kita oder die Schule informiert werden, damit auch in diesen Einrichtungen die nötigen Vorkehrungen getroffen werden können.

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Wie läuft eine Behandlung ab?

Um Kopfläuse wieder los zu werden gibt es die verschiedensten Mittel. Bekannt sind vor allem das Shampoo, Spray oder der klassische Läusekamm. In jedem Fall muss gründlich kontrolliert werden, ob nicht doch eine Kopflaus überlebt hat. Hier ist der Kamm wirklich die sicherste Methode, da dieser sehr präzise ist. Eine gewisse Regelmäßigkeit bei der Anwendung kann zu einem sicheren Ergebnis führen. Empfohlen wird die befallenden Haare alle vier Tage mit dem Läusekamm zu kämmen.Bei den Kämmen gibt es jedoch auch sehr große qualitative Unterschiede. Bei Mädchen sollte immer darauf geachtet werden, dass die einzelnen Teile des Kamms lang genug sind, damit alle Bereiche der Haare abgedeckt werden können. Zudem sollte der Kamm nicht aus Plastik sein, da Nissen im Allgemeinen sehr fest an den Haaren sitzen und somit auch schwer zu entfernen sind. Bei Plastikkämmen besteht also ein Restrisiko nicht alle Eier entfernt zu haben und damit die Gefahr, dass nach ein paar Tagen die Läuse wieder da sind. Eine weitere beliebte Methode ist das Färben der Haare. Gerade bei Mädchen und den oft vorhandenen langen Haaren ist dies eine einfache Methode die Kopfläuse zu bekämpfen. Durch die Färbung und die darin enthaltenden Chemikalien werden alle Kopfläuse mit Sicherheit entfernt. Eltern sollten sich bei dieser Option nur fragen, ob das eigene Kind nicht doch noch etwas zu jung für solch eine Maßnahme ist.

Ein umstrittenes Mittel ist das Spray. Hier haben auch verschiedene Test gezeigt, dass die falsche Anwendung schädliche Konsequenzen haben kann. Das Läusespray sollte wirklich nur bei einem besonders schweren Befall benutzt werden und das auch nur in Absprache mit einem Arzt. Dieser Hinweis sollte generell bei allen Mitteln mit Insektenvernichtungsmitteln als Inhaltsstoff berücksichtigt werden, da sie einige Nebenwirkungen haben können und die Wirksamkeit nicht bei allen Angeboten nachgewiesen werden konnte.

Von homöopathischen Mitteln sollte von vornherein die Finger gelassen werden. Ist die nachweisliche Wirkung schon in allen anderen medizinischen Bereichen umstritten sollte im Fall von Kopfläusen auf Nummer sicher gegangen werden. Homöopathie kann also nicht helfen und der Glaube daran sollte auch nicht aufrecht erhalten werden, da die Übertragung und das damit verbundene Risiko einfach zu hoch ist.

Nach der erfolgreichen Bekämpfung aller Läuse ist die Behandlung aber noch nicht abgeschlossen. Eine Nachbehandlung ist in jedem Fall erforderlich. Diese beinhaltet die Haare noch mindestens eine Woche gründlich zu waschen und danach intensiv zu bürsten, falls doch ein Ei oder ein Tierchen übersehen worden ist. Nach acht bis zehn Tagen hätte die letzte Kopflaus aus dem Ei schlüpfen müssen. Deswegen ist zu diesem Zeitpunkt eine nochmalige Anwendung eines Läusekamms, des Shampoos oder des Sprays erforderlich um wirklich auf Nummer sicher zu gehen. Sind die Haare gefärbt worden ist eine weitere Kontrolle zwar möglich, doch eigentlich nicht notwendig. Durch die Chemie werden in der Regel alle Läuse sofort getötet. Der erneute Gang zum Arzt ist rechtlich gesehen auch nicht notwendig, doch ist in soweit vielleicht eine gute Idee, das hier nochmal eine externe Person den Kopf kontrolliert. Als Elternteil sieht man vielleicht schon keine Kopfläuse mehr, da es auch nicht gewünscht ist. Die objektive Meinung des Arztes kann hier nochmals eine Absicherung sein.

In jedem Fall sollten Eltern im Freundeskreis oder in der Schule nachfragen, ob weitere Kinder befallen waren und ob hier schon alle Risiken gebannt worden sind. Erst dann sollte ein Kind wieder in die Schule oder in den Kindergarten gehen.